Theaterabend am 10. Januar 2009

Ein Bericht vom 15.01.09 aus der Badischen Zeitung von Gerhard Wiezel

Drei Männer und ein halber

HÄG-EHRSBERG. Nicht nur ein hervorragendes Musizieren, sondern auch das originelle Theater- und Mundartspiel beherrschen die Akteure der Trachtenkapelle Häg-Ehrsberg sehr gut.

Humorvoller Verwirrspiel: Die Musiker der Trachtenkapelle können auch schauspielern.

 

 

 

| Foto: Gerhard Wiezel

Dies bewiesen sie einmal mehr mit der Aufführung des Dreiakters "Drei Kerle und ein halber". So spielt dabei die Handlung zunächst in der Wohnung einer Männer-Wohngemeinschaft. Mit von der Party: Ein etwas dicklicher, recht bürstiger Olli (Ernst-Josef Philipp), der Möchtegern-Macho Mickey (Stefan Keller) und ein etwas ängstlicher Hansi, den sie immer nur Bubi nennen (Björn Langendorf). Frau Bruddler (Anja Frank), die Vermieterin, achtet streng darauf, dass in der WG kein Damenbesuch erscheint. Dies hat sie im Mietvertrag so festgelegt.

Als dann Alexandra (Andrea Maier) Unterschlupf sucht, gibt es wahrlich ein Problem. Doch schwupp, in Männerkleidung geschlüpft, einen schwarzen Schnauzbart ins Gesicht geklebt – und schon ist die Verwandlung perfekt. Selbst Frau Bruddler ist überzeugt. Auch Vera (Julia Phiipp), die Exfrau von Mickey, mit einem mächtigen Rauschebart verstellt, taucht unerwartet in der Männer-WG auf. Sie verliebt sich in den Mann, der keinen ist und das Verwirrspiel ist perfekt.

Als erster merkt Hansi, dass "Alex" eine Frau ist und steigt mächtig hinter ihr her. Dann kommt noch Moritz (Daniel Köpfer) als Bösewicht und Bruder von Alex ins Spiel. Als er in der WG auftaucht geht’s rund. Schließlich erscheint noch Frau Bruddler in der Szene, zeigt sich unerschrocken und haut Moritz für sein ungehöriges Verhalten einfach um. Dann binden alle Bösewicht Moritz auf einem Stuhl fest und lassen ihn von der Polizei abholen.



Am Schluss gibt es ein fröhliches Happy-End: Hansi und Alex und Mikey und Vera schauen sich verliebt in die Augen und umarmen sich. Das Publikum belohnte die Beanspruchung seiner Lachmuskeln den ganzen Abend über mit großen Applaus. Beate Waßmer hat das urige Theaterstück mit der Laienspielgruppe einstudiert und am Abend Regie geführt. Mimik und Gestik sowie Textsicherheit waren hervorragend. Für’s gute Gelingen bedankte sich Vorstandsprecher Mike Zettler bei den Akteuren.

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